Roth-Birkach, Rothsee-Lauf, 10,4 km
Fast zu schön zum Laufen
288 Finisher über 10,4 km (und 102 über die 5,1 km) erlebten das Urlaubsgebiet bei herrlichem Frühlingswetter. Das ist insgesamt neuer Teilnehmerrekord. Ich nahm diesmal Peter mit; uns beiden war klar, dass bei der Konkurrenz an einen Podestplatz nicht zu denken war, aber die schöne, abwechslungsreiche Strecke allein war die Teilnahme wert. Und es ist ein markanter Punkt in unserem Trainings- und Wettkampfaufbau für den Halbmarathon beim WeltKulturErbeLauf (WKEL) Anfang Mai. Mein erster Kilometer war für meine Verhältnisse sehr schnell, ohne mich zu sehr auszupowern. Aber Peter hatte sich auf meine Empfehlung hin nicht an mir orientiert (wie im Training) und war mir bald weit enteilt. In einem starken Rennen konnte er mir pro 5,2-km-Runde ca. zwei Minuten abnehmen. Nach acht Kilometern bekam er sogar die zweite Luft und legte nochmals zu. Bei 13 Altersklassen-Konkurrenten (AK M65) war das der siebte Rang, analog wurde ich Siebter unter 9 der AK M70. Dreiviertel Minuten war das bei mir langsamer zwar als letztes Jahr und dennoch bin ich zufrieden, nach meinem kleinen Sportunfall und besonders mit meinem "Schützling" Peter! Seine Steigerung war natürlich auch ein kleiner Nachteil für mich, denn er hat mir hinsichtlich meiner Pace in der zweiten Runde an meiner Seite gefehlt.
Peter schildert in seinem täglichen FB-Beitrag:
"Fast zu schön zum Laufen" beschrieb mein Leib- und Lauffreund John Stackmann Wetter und Bedingungen beim 32. 10-km-Rennen um den kleinen Rothsee, einem vor gut dreißig Jahren aus Menschenhand geschaffenen kleinen Paradies am Wasser im Süden von Mittelfranken. "Fast zu schön, um wahr zu sein", sagte ich mir dann schon beim Warmlaufen, was sich dann später im Ziel erfreulich bestätigen würde. Aber ich will nicht lange darum herumschreiben und die Zahlen und Ergebnisse liefern.
Im 288-köpfigen Feld stürmte ich mit einer Zeit von 54:41 auf Platz 187 und belegte in meiner 13 Teilnehmer starken Altersgruppe M65 immerhin noch Rang sieben. Zu verdanken habe ich das neben meinem unersetzlichen Coach John Stackmann zwei jungen Frauen: Eva Ramsauer, Jahrgang 2000, von der Eintracht Allersberg, aus deren Windschatten ich mich ab Kilometer sieben löste, und dann Christina Batz, Jahrgang 1994, vom Frauenlauftreff Greding, mit der ich mir - nach der Zündung der zweiten Stufe - ab Kilometer acht ein Rennen lieferte, nach dem sie sich im Ziel für mein Tempomachen bedankte. Halten konnte ich sie allerdings dann auf den letzten Metern nicht mehr: Mir fehlten gerade einmal 13 Sekunden... Der Winterwaldlauf in der Brucker Lache kann am 29. März nun ruhig kommen. Wenn es weiter so läuft wie gestern, wird es da noch schöner, als es wahr sein kann. Da auch John Stackmann in seiner Altersgruppe den siebten Platz belegte ist dann wieder fast so, als wären wir gleichzeitig ins Ziel eingelaufen. Überragend allerdings in der M70 Hans Heidelberger, Jahrgang 1953, vom Skiklub Bibertal, der mit einer künstlichen Hüfte in einer Zeit von 52:05 den ersten Rang belegte. Bewundernswert und fast zu schön, um wahr zu sein!
(John, Peter)

RothseeLaufVorfreude; Peters Fotos von John ummontiert