HerzoRun, 10,0 km

Sonntag, 18. Juni 2023

Hitze, Kies und Auf+Ab schrauben die Laufzeiten hoch

Sveta packte uns Oldies in ihren Polo und ab ging es zum HerzoRun. Jede Menge Baustellen erschwerten schon die Anfahrt. Jede Menge Bekannte waren (zumindest für John und Helmut) wieder zu begrüßen. Jede Menge Wege-Kies und die drückende Sommerhitze erschwerten es, die geplanten Laufzeiten auch nur annähernd zu erreichen. Dabei schien die 5-km-Runde bis auf die 40m hohe Rampe (am Anfang und auf den letzten 500 Metern) eher ein Rollkurs im Tonwald zu sein. Das Profil bei dem Streckenbild unten zeigt das mit den Auf+Ab allerdings ganz anders! Da half der Schatten im Wald auch nicht sehr viel und das ständige Wegrutschen auf dem staubigen Kies tat sein übriges. In dem lichten Teilnehmerfeld konnte man sich auch an keiner Gruppe irgendwo dranhängen. Am nächsten von uns dreien kam ich meinem geplanten Zeitziel "unter 55". Die Strecke hatte ich größtenteils schon 1979 bei meinem 5. Lauf-Wettkampf kennengelernt, kurz bevor ich für die LG Erlangen startete, siehe handgeschriebene Ergebnisliste (Auszug) unten.

Es wunderte mich, dass Helmut und auch Sveta beim Einlaufen anstatt Steigerungen teilweise im Gehschritt unterwegs waren - war das schon auf die Hitze zurückzuführen? Genauso wie Sveta versuchte ich, "gefühlvoll" zu starten und nicht zu schnell anzugehen, doch es ging von der Tartanbahn in die Waldrunde (über die erste Rampe) schon deutlich aufwärts und bei KM 1 fühlte es sich bereits irgendwie anstrengend an. Da war Helmut mit 5.32 min (noch) nur zwei Sekunden hinter mir. Das ständige Auf und Ab der Tonwaldrunde erlaubte es mir nicht, meine KM-Zeiten zu stabilisieren; erst nach dem Weiher-Abzweig konnte ich leicht bergab etwas zulegen und die vor mir laufende W45-Frau, die eindeutig zu schnell gestartet war, kurz vor der Rampe überholen. Das verlor ich dann wieder über die Rampe und dann auch bei der Getränkestelle: Gel rein - Becher gut gegriffen und dessen Öffnung auf Spalt zusammengedrückt - aber beim Trinken wie so oft verschluckt und gehustet - also weiter mit etwas noch "breiteren" Beinen! So war ich nach der Rennhälfte doch schon knapp über dem angestrebten 5:29-Schnitt. Weiter alleine rennend ging es mühsam in Runde zwei, doch die vor mir Laufenden "kamen mir trotzdem etwas näher". Aber auch ich büßte in der zweiten Runde mehr als eine Minute ein, was gute 10 Sekunden pro km bedeutete. Finale - der letzte Kilometer: die Jugendliche, ca. 50m vor mir, wollte ich unbedingt noch überholen. Am Anfang der Rampe waren es nur noch 15m Abstand, nach der Rampe 10m und runter zum Ziel 5m. Auf den letzten Metern drehte sie sich aber um, sah mich spurten und zog ihrerseits an. So blieb ich doch noch hinter der 53 Jahre jüngeren Johanna ... Unsere Anstrengungen wurden final durch unsere drei Klassensiege belohnt. Und Sveta finishte sogar als drittschnellste Frau - wow! Trotzdem nahm ich sie vor der Siegerehrung noch unerbittlich mit zum Auslaufen.

(John)

Oldie-Parade auf dem Siegerpodest; Sveta Foto

HerzoRun-Strecke mit Höhenprofil; selbst erstellt mit All-Trails

Auszug aus Ergebnisliste 20km-Dohnwaldlauf 21.Okt.1979